Disziplinen

 

Bei einem Fette-Reifen-Rennen darfst Du nur mit einem Fahrrad startet, das mindestens 3 Zentimeter breite Reifen hat. Es gibt aber noch viel mehr Fahrrad- und Renntypen, die wir Dir ganz kurz vorstellen möchten:

Rennrad / Straßenradsport

Straßenrennsport wird auf öffentlichen bzw. zum Teil öffentlichen Straßen ausgetragen. Im Straßenrennsport gibt es die Eintagesrennen und die Etappenrennen. Bei Eintagesrennen unterscheidet man zwischen Straßenrennen, Einzelzeitfahren, Mannschaftszeitfahren und Rundstreckenrennen / Kriterien.

Im Nachwuchsbereich kann in fünf Kategorien Radrennen gefahren werden. Diese sind:

  • Junioren (U19) 17/18 Jahre
  • Jugend (U17) 15/16 Jahre
  • Schüler (U15) 13/14 Jahre
  • U13 11/12 Jahre
  • U11 9/10 Jahre

Der Einsatzzweck von Rennrädern für Kinder und Jugendliche beschränkt sich neben Radrennen auf das sportliche Fahren von Touren und auf das Radsporttraining. Für andere Aufgaben ist ein Rennrad nur mäßig geeignet, denn Bordsteine und Feldwege bekommen ihm nicht gut. Außerdem lockt es immer wieder Langfinger an, sodass man es am besten fährt oder sicher verstaut. Auch als Vehikel für den Schulweg und für die Nachmittagstour mit Freunden ist ein Rennrad nur begrenzt geeignet, denn bei ruppiger Behandlung sinkt die Lebensdauer des Rades.

In Kürze

Einsatzbereich: Radrennen, sportliche Touren, Training, Asphaltradweg
Merkmale: sportliche Sitzposition, schmaler, harter Sattel, schmale Reifen, 14-30 Gänge, Rennlenker, keine Schutzbleche, keine Beleuchtungsanlage, ggf. Federsattelstütze, 28-Zoll- Räder
Gewicht: relevantes Merkmal (7-12 kg)

Schaltungen und Bremsen

Bei den Schaltungen finden sich beste Ausstattungsmerkmale neben gerade noch passablen Komponenten. Der absolute „Billigsektor“ ist bei Rennrädern jedoch kaum zu finden, denn Qualität ist in diesem Segment aus Sicherheitsgründen absolut notwendig. Dennoch bieten Discounter und Sportartikelketten seit einigen Jahren Modelle für weniger als 400 Euro an. Ein Rennrad dieser Preiskategorie ist zum einen meist sehr schwer und reicht in Funktionalität und Haltbarkeit nicht annähernd an die einfachen Modelle der Markenhersteller ab 600 Euro heran. Shimano, SRAM und Campagnolo heißen die Komponentenhersteller mit ihren Topkomponentengruppen Dura Ace, Red und Record. Es werden in der Regel 14 bis 20 oder 21 bis 30 Gänge gefahren, je nachdem ob ein Zweifach- oder Dreifach-Kettenblatt montiert ist. Alle drei Hersteller bieten das Zehnfach-Ritzelpaket an, Campagnolo im Topbereich sogar das Elffach-Ritzelpaket. Wer nicht ganz so fit ist wie die Tour de France-Fahrer, tut sich mit einem Dreifach-Kettenblatt vorne einen großen Gefallen, denn längere Steigungen werden so nicht zur Schiebepassage. Das gilt besonders für Kinder. Es finden sich ausschließlich Felgenbremsen, die durchgängig sehr gut verzögern.

Komfort

Auf Komfort legen Radprofis zwar Wert, die Unterschiede zwischen komfortabel oder nicht komfortabel im Profibereich lassen sich von erwachsenen Anfängern jedoch nur mit unbequem bis schmerzhaft titulieren. Kinder und Jugendliche sind hier zwar etwas weniger empfindlich, klagen aber bei zu tiefem Lenker oder zu großer Sitzlänge schnell über Nackenschmerzen. Den Komfort verbessern kann man mit 25 oder 28 Millimeter breiten Reifen (z. B. Schwalbe Durano), einer Federsattelstütze, ggf. einer Federgabel und einem kurzen nach oben zeigenden Vorbau sowie einem Gelsattel. Wichtig ist eine nicht zu große Höhendifferenz zwischen Sattel und Lenker (maximal zwölf Zentimeter) und ein einigermaßen passender Rahmen.

Mountainbike

Mountainbike-Sport wird im freien Gelände, auf befestigten oder unbefestigten Straßen, Wegen und Pfaden durch Feld, Wald oder Wiesen durchgeführt. MTB-Rennen finden während des ganzen Jahres und bei jeder Witterung statt.

Im Mountainbike-Schülerbereich können grundsätzlich folgende Wettkampfformen zur Anwendung kommen:
Cross Country-Rennen, Slalom, Geschicklichkeitsparcours und Trial. Die Wettkampfformen können einzeln, kombiniert (zwei Teilwettbewerbe) oder im Verbund (»VarioRace«) durchgeführt werden.

Im Nachwuchsbereich Cross Country sind die Sportler-/Sportlerinnen entsprechend ihres Geburtsjahres wie folgt eingeteilt:

  • Schüler U9 (7 und 8 Jahre)
  • Schüler U11 (9 und 10 Jahre)
  • Schüler U13 (11 und 12 Jahre)
  • Schüler U15 (13 und 14 Jahre) 
  • Jugend U17 (15 und 16 Jahre)
  • Junioren U19 (17 und 18 Jahre).

Das MTB:

Die Vorläufer der heutigen Mountainbikes machten in den siebziger Jahren in der Nähe von San Francisco die staubigen Bergstraßen unsicher. Niemand konnte sich damals vorstellen, wie überwältigend der Siegeszug des Mountainbikes sein würde. Heute hat das „Bergrad“ in verschiedenen Varianten den Weltmarkt erobert und eine große Zahl von Sportlern und Hobbyradlern erleben abseits vom Asphalt Fahrspaß und Naturgenuss – wenn man dabei Rücksicht auf Wald und Flur nimmt.
Mountainbikes sind mit ihren 26-Zoll-Rädern und dicken Stollenreifen für das Fahren abseits asphaltierter Wege konzipiert, machen aber auch auf der Straße keine schlechte Figur. Der Einsatzbereich ist sportlich orientiert, denn Mountainbikes eignen sich aufgrund ihrer spartanischen Ausstattung nur begrenzt für die Einkaufstour in der Stadt, sehr wohl aber für sportliches Radtraining.

Schaltungen und Bremsen

Bei den Schaltungen von Mountainbikes sind 21 bis 27 Gänge Standard. Sie erlauben auch das Erklimmen von sehr steilen Anstiegen. Der amerikanische Hersteller SRAM stellte auf den Herbstmessen 2009 erstmalig eine MTB-Schaltung mit 30 Gängen vor. Kinder und Jugendliche können dank der sehr leichten Berggänge längere Steigungen meistern. Bei den Mountainbikes gibt es die größte Vielfalt an Komponentengruppen. Hersteller wie Shimano oder SRAM bieten von High-End- bis Baumarkt-MTB das komplette Qualitäts- und Preisspektrum an. Das Mittelfeld der günstigen Räder ist mit 18 oder 21 Gängen ausgestattet, 24 oder 27 Gänge sind der Mittel- bzw. Oberklasse vorbehalten. V-Brakes (Felgenbremsen) haben sich am MTB durchgesetzt und bekommen in der Mittel-und Oberklasse allmählich Konkurrenz von sehr guten Scheibenbremsen. Von Scheibenbremsen an billigen Rädern sollte man besser die Finger lassen. Ebenfalls sehr gut sind hydraulische Felgenbremsen. Hilfestellung beim Abwägen der richtigen Kaufentscheidung bieten Fachzeitschriften (Bike Sport News, Bike und Mountainbike).

Komfort

Komfort steht bei Mountainbikes, bei denen nur die Vorderradgabel gefedert ist (Hardtail), nicht an erster Stelle. Für Kinder und Jugendliche ist er aber in aller Regel ausreichend. „Fullys“ (Räder mit Hinterradfederung) bieten zwar mehr Fahrkomfort, sind aber entsprechend teurer und aufwendiger zu warten. Die Sitzposition reicht bei Mountainbikes von sehr sportlich (Sattel deutlich höher als Lenker) über moderat bis bequem – dank neuer Rahmengeometrien. Gerade bei den Fullys finden sich Räder mit kurzem Rahmen und somit entspannter Position. Für Kinder und Jugendliche empfiehlt sich eine entspannte und aufrechte Position, die zum einen für mehr Fahrsicherheit sorgt und zum anderen bessere fahrtechnische Lernfortschritte und Leistungen ermöglicht.
Wenn sich ein Kind trotz Ausschöpfung aller Einstellmöglichkeiten beim Probieren eines Rades nicht wohlfühlt (zu gestreckt etc.), sollte man besser vom Kauf absehen. Denn im Gelände verstärkt sich dieses Gefühl nur noch. Orthopädische Fehlbelastungen können die Folge sein. Mit den serienmäßigen sportlichen und harten Sätteln haben Kinder und Jugendliche nur selten Probleme.
Mountainbike in Kürze

Einsatzbereich: MTB-Rennen, sportliche Touren, Training, ideal fürs Gebirge und bergige Regionen, abseits von Straßen, für die Stadt nur mäßig geeignet
Merkmale: sportliche Sitzposition, schmaler, harter Sattel, breite Reifen, 21-27 Gänge, gerader Lenker, z. T. mit Hörnchen, keine Schutzbleche (nur bei All-Terrainbikes, ATB), keine Beleuchtungsanlage, Federgabel, ggf. Vollfederung oder Federsattelstütze, 26-Zoll-Räder, dicke Stollenreifen
Gewicht: relevantes Merkmal (9,5-19 kg)

Querfeldein

Ein Querfeldeinrennen ist ein Wettbewerb, der überwiegend von September bis Februar im Freien Gelände, auf Straßen, Feld-, Wald- und Wiesenwegen und über natürliche oder eingebaute Hindernisse durchgeführt wird.

Die Nachwuchskategorien unterteilen sich in:

  • Junioren U19 (17/18 Jahre)
  • Jugend U17 (15/16 Jahre)
  • Schüler U15 (13/14 Jahre)
  • Schüler U13 (11/12 Jahre) 
  • Schüler U11 (9/10 Jahre). 

Für die Kategorien U13 und U11 sind nur Crossläufe gestattet.

Das Rad:

Das Querfeldein-, Cross- oder Cyclocrossrad ist ein modifiziertes Rennrad für das Gelände. Die Hauptunterschiede zum Straßenrennrad liegen in den profilierten, dickeren Reifen, den speziellen Cantilever-Bremsen, der verstärkten Gabel und der an das Gelände angepassten Übersetzung. Beim Querfeldein werden leichtere Übersetzungen gefahren, somit sind vor allem die Kettenblätter kleiner, d. h. die Zahl der Zähne der Kettenblätter liegt näher beieinander. Zum Einsatz kommen bis auf die Bremsen und Reifen meistens Rennradkomponenten. Als Pedale haben sich matschunempfindliche MTB-Pedale bewährt. Normalerweise wir kein Flaschenhalter montiert, damit das Rad ohne Druckstellen bei Laufpassagen getragen werden kann.